mensch sein

du musst nichts tun.
du musst niemand sein.
du musst niemandem gefallen.
einfach mensch sein.
leben.


Aufwachen

Wir haben innerhalb von Sekunden Zugriff auf eine unüberblickbare Datenmenge an Meinungen, Ideen, Wissen, Halbwissen, menschlichen Kontakten, Nachrichten. Aber wissen wir, was rund um uns passiert? Weisst du, wie dein Nachbar heisst? Weisst du, wie es ihm geht? Was passiert in unserer direkten Umgebung? Kennen wir unsere ganz eigenen Ideen und Wertvorstellungen oder kommen die über Facebook, Google, Werbung..? Zeit aufzuwachen!

Ketten durchbrechen und frei leben

Zeit haben

Wenn ich die nächste Lohnerhöhung erhalte, bin ich zufrieden und dann ist mein Job nicht mehr so schlimm. Nur noch vier Wochen durchhalten und dann kommen endlich die langersehnten Ferien, in denen ich mich erholen werde. Wir leben in einer Zeit, in der einen Termin den nächsten jagt. In einer wenn-dann Zeit.
 Geweckt von unserem Smartphone, werden wir gleich mit den Pushmeldungen der letzten Nacht konfrontiert. Wir glauben sogar, ohne diese Nachrichten irgendetwas zu verpassen. Vielleicht gibt es dann noch eine Nachricht zu beantworten von einer Nachteule, einem Frühaufsteher.. ? Und jetzt Kinder wecken, Frühstück machen, zur Arbeit eilen. Hektik von einem Termin zum nächsten. Wenn wir endlich einmal Zeit für uns hätten, gibt es wieder Nachrichten zum beantworten, Mails, … und wir wundern uns warum wir für nichts mehr Zeit haben. Zeit haben können wir nur, wenn wir uns die Zeit auch nehmen.

Entschleunigung in der Natur

Perspektivenwechsel

Manchmal sind wir so von unseren eigenen Gedanken und Ideen eingenommen, dass wir sie nur aus der Froschperspektive betrachten können. Dann scheinen die negativen Gedanken gross, mächtig und unüberwindbar - ein Ausweg ist nicht in Sicht. Bereits eine kleine Veränderung unserer Sicht kann vieles verändern. Aus der Vogelperspektive z. B. sehen die Probleme nicht nur kleiner aus, sondern wir haben auch die Möglichkeit neue Wege zu entdecken.

Perspektivenwechsel

Wer bin ich?

Tönt für uns recht einfach. Oder?
 Wollen wir selbstbestimmt, nach unseren eigenen Wünschen leben, müssen wir in uns hineinhören und herausfinden, was wir überhaupt wollen. Wir können überprüfen, ob unsere Wünsche wirklich von uns selbst kommen oder ob es unbewusst kopierte Wünsche und Ziele sind. Wenn wir uns als Mensch entwickeln, unsere Bedürfnisse besser kennen lernen und näher zu unserem Kern kommen, dann fühlen wir uns zunehmend bei uns zu Hause. Wer sich selbst näher kommt, geht dabei aber auch durch Abgründe seines Lebens, seines Denkens. Der Erwachende oder der Erwachte erlebt aber auch viel Freude und erlangt über die Zeit immer mehr Zufriedenheit. Seine Bedürfnisse zu kennen und diesen nachzugehen hört sich in der Theorie recht einfach an. Wenn es aber darum geht, die eigenen Bedürfnisse vor oder gegenüber anderen durchzusetzen, zu SICH zu stehen, sind wir wieder vor einer anderen Herausforderung.


Selbstfürsorge

Fürsorge: das Bemühen um Personen oder Sachen, die Hilfe benötigen.
Selbstfürsorge meint also, einem um sich selbst bemühen. Sich um das eigene (Wohl)befinden kümmern. Um das eigene Wohlbefinden kümmern tönt aber für viele egoistisch. Ein Gedanke, der verständlich ist und trotzdem nicht richtig.
Denn wenn ich zu mir selbst schaue, freundlich mit mir selbst umgehe, dann bin ich offener für andere. Ich hänge weniger in meinen negativen Gedanken und Ängsten fest, ich kann mich auf die Probleme, Bedürfnisse und Freuden der anderen besser einlassen.
Wie kann ich fürsorglich mit mir umgehen? Dazu muss ich zuerst einmal wissen, was mir überhaubt gut tut und was mir Freude bereitet. Es ist zwingend, dass ich mir dafür Zeit nehme. Seine ganz eigenen Wünsche und Bedürfnisse (wieder) zu finden braucht einige Zeit. Es braucht aber auch den Willen und Mut um sich diesen Fragen zu stellen. Denn dieses Entdecken und Erwachen  kann auch heissen, alte, gewohnte Dinge und vielleicht auch Menschen hinter sich zu lassen.
Selbstfürsorge und Selbstliebe

Dein Platz in dieser Welt.

Hallo mein Freund, du bist so gross, so schön und so gut. Vergiss aber nicht, du bist auch klein, nur ein Teil von diesem grossen ganzen. So gesehen nur ein Staubkorn. Vergänglich. Du bist so bedeutend für diese Welt. Aber nimm dich nicht zu wichtig.

Glücksmoment

Ruhe und Gelassenheit kann man lernen. Gratis, aber nicht umsonst.

Nicht die Dinge beunruhigen die Menschen, sondern die Gedanken über die Dinge. Epiktet
 
So ist es mit Ereignissen die uns Angst machen, so ist es aber auch mit Situationen in denen wir uns über Andere ärgern, über uns selbst oder ein Ereignis. Wenn wir zum Beispiel einen Anschlusszug verpassen ist das Verpassen des Zuges nichts Schlimmes, nichts Beunruhigendes. Der Zug fährt und wir stehen dort. Fertig. Das ist die Situation. Wenn wir uns jetzt ärgern, dann nicht wegen der Situation, sondern weil wir sie so nicht haben wollen. Wobei ein kleiner Ärger nichts schlimmes ist. Erst wenn wir uns so richtig ärgern, wütend werden und den ganzen Tag der unangenehmen Erfahrung nachhängen, fangen wir an zu leiden. Ein Leiden, welches wir uns mit unseren Gedanken herbeigeführt haben, nicht der verspätete Zug.
Ruhe und Gelassenheit

Reduzieren, trennen, entmaterialisieren.

Ein Trend, eine Lebenseinstellung, ein Weg zu mehr Leben. Aus eigener Erfahrung sage ich, sich von Dingen trennen befreit. Ich kaufte ständig neue Dinge wie Schuhe, Kleider, Uhren, Bücher, Küchenutensilien.. die Liste liesse sich noch beliebig erweitern. Ich hatte tatsächlich das Gefühl, dass ich diese Dinge brauche. Irgendwann kam das unangenehme, bedrückende Gefühl kam, in all den Dingen zu ertrinken, den Kontakt zum sein zu verlieren. Es kam mir vor wie ein Erwachen. Zuerst trennte ich mich von Sachen, die ich bereits irgendwo verstaut hatte und seit meinem Umzug vor 3 Jahren nie mehr hervorgeholt hatte. Wer jetzt denkt, dass diese erste Entrümpelung kein Problem war, täuscht sich gewaltig. Kaum wollte ich die Sachen, die jahrelang unbenutzt herumlagen abgeben oder entsorgen, kam in mir das ungute Gefühl hoch, sicher das eine oder andere in den nächsten Tagen zu benötigen. Ich überwand mich und gab die Sachen trotzdem weg. Als ich den gewonnenen Platz sah, war das ein wunderbares und befreiendes Gefühl. Je mehr Dinge wir haben, umso abgelenkter sind wir. Wir müssen alles abstauben, wegräumen, umstellen. Wir machen uns Sorgen, dass etwas kaputt geht, wir müssen uns um die Reparatur, Pflege, Entsorgung kümmern. Beim entrümpeln gibt es extreme Auswüchse, in die ich selbst fast gerutscht wäre. Eine Art Entrümpelungssucht, Angst zu viel zu haben und immer wieder etwas weggeben, entsorgen zu wollen. Plötzlich ist jeder neue Gegenstand zu viel und bringt ein unwohles Gefühl. Im Endeffekt geht es, so finde ich, vor allem darum, sich von alten unnützen Dingen zu befreien.

Aber bitte nicht vergessen! Das ist ein Wohlstandsthema.