Lockdown gelockert und nun?

Wie lange haben viele von uns gedacht oder gehofft, dass dieses Virus nicht bis zu uns kommt. Irgendwann war es doch da. Keine grosse Ahnung wie wir damit umgehen sollen, überflutet von immer neuen, unterschiedlichen, oft widersprüchlichen Berichten und Aussagen.  Unser Alltag wurde anders. Mehr Distanz zu anderen Menschen, intensives Händewaschen, Arbeiten zuhause oder plötzlich in der Rolle als Lehrer*in für das eigene Kind. In all der Unsicherheit hatten wir auf einmal so viele Regeln, die uns irgendwie Halt gegeben haben. Die Frage ob ich noch in die Ferien oder ins Restaurant soll, wurde hinfällig. Nun sieht unsere Schweiz wieder anders aus. Schritt für Schritt dürfen wir uns in die Normalität bewegen. Normalität? Wirklich?! Ja, das ist eine gute Frage. Es ist klar, unser Normal wird anders sein. Die äussere Freiheit wird weiterhin in manchen Bereichen eingeschränkt bleiben, die Distanz zwischen Menschen scheint weiter wichtig zu sein und niemend weiss, ob es wieder schlimmer wird, ob es Besserung gibt oder wie es in anderen Teilen der Welt aussehen wird. Was bleibt uns also sicher? Es ist unsere innere Freiheit - ja, ich spreche immer wieder davon. Warum? Weil ich es als so wichtig erachte - in dieser Zeit besonders. Weisst du was dir wirklich wirklich wichtig ist in deinem Leben? Was du für ein Mensch sein willst? Womit du deine Zeit verbringen möchtest? Vielleicht ist es genau das, was du jetzt tust, die Art wie du lebst. Oft setzen wir uns aber gar nie bewusst mit dem auseinander, was uns wirklich wirklich wichtig ist. Wir leben dann unser Leben - irgendwie. Das ist auch o.k. so. Brauchen wir aber nicht gerade in schwierigen und unsicheren Zeiten Orientierung, eine innere Sicherheit, etwas, an dem wir uns orientieren können? Mir hilft es auf jeden Fall enorm, mich immer wieder an dem, was mir wirklich wichtig ist ausrichten zu können. Vielleicht möchtest du das auch. Die Fragen weiter oben können dir helfen in Kontakt zu dem zu treten, was dir wirklich wichtig ist. Machst du dich auf den Weg? Falls ja, es lohnt sich nicht, das mit Druck zu machen. Mehr Freude macht es, wenn du den Fragen langsam nachgehst - neugierig wie ein kleines Kind.

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