Die innere Freiheit in einer neuen Zeit

Es ist wohl unbeschritten, wir leben in einer neuen Zeit. Ja! sie ist neu und wir lernen erst damit umzugehen. Wir alle wurden in irgendeiner Form mitten im Alltag davon getroffen, überrascht, gebremst und mit neuen Herausforderungen konfrontiert. Aber haben nicht auch viele von uns auf eine Veränderung gewartet, auf Chancen, ein Zeichen, eine Möglichkeit? Was war dein Wunsch? Weniger Flugverkehr, ein achtsameres Leben, mehr Zeit mit der Familie, raus aus dem alten Trott, ..? Die Zeit ist da und den ersten Schock haben wir, so denke ich, überstanden. Nun lernen wir, oder wir sollten vielleicht lernen, mit einer neuen Situation zu leben. Viktor Frankl, überlebender des Konzentrationslagers und Autor des Buchs "...trotzdem Ja zum Leben sagen" sagte: «Die letzte der menschlichen Freiheiten besteht in der Wahl der Einstellung zu den Dingen.» Es ist also an uns, Haltung vor dem Leben einzunehmen und Verantwortung für unser Denken und unser Tun zu übernehmen. Wir können die Chinesen für diese Situation verantworlich machen und unsere Regierung für die zu starken oder zu spät eingeleiteten Massnahmen kritisieren. Wir können uns aber auch bewusst machen, dass unter anderem unsere bisherige äussere Freiheit einen grossen Anteil an unserer aktuellen Situation hat. Diese äussere Freiheit ist nun so stark eingeschränk wie es nur ganz wenige von uns schon jemals erlebt haben. Wir dürfen im Leben und besonders in dieser Zeit leiden, wütend werden und trauern - das gehört dazu. Es ist aber auch an uns zu schauen, welche Einstellung habe ich und was ist mir wirklich wichtig im Leben. Denn, «Wir müssen zwischen Leiden und Verzweifeln unterscheiden. Ein Leiden mag unheilbar sein, aber der Patient verzweifelt erst dann, wenn er im Leiden keinen Sinn mehr sehen kann.“» sagte Frankl. Auf dieses Zitat bezogen sind wir in dieser Situation vielleicht alle irgendwie Patienten und können uns fragen, welchen Sinn hat diese Zeit für mich.

Gedanken zur inneren Freiheit im Podcast: hier


«Die Spielregeln des Lebens verlangen von uns nicht, dass wir um jeden Preis siegen, wohl aber, dass wir den Kampf niemals aufgeben.» Viktor Frankl 


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